Gewalt gegen Frauen und Mädchen Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter. Jede Frau und jedes Mädchen lebt mit dieser fast täglichen Situation. Grenzverletzungen reichen von der Anmache auf der Straße, Belästigungen am Telefon, über Drohungen, sexuelle Übergriffe bis hin zu Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch von Kindern. Häusliche Gewalt, die von seelischer Unterdrückung bis hin zu körperlicher Misshandlung reicht, wird in ihrem Ausmaß oft stark unterschätzt. Die Betroffenen kommen aus allen sozialen Schichten mit unterschiedlichen Bildungsniveaus und kulturellen Hintergründen, was zeigt: Mit Gewalt konfrontierte Frauen passen in keine Schublade! Über zwei Drittel der Täter sind keine Fremden. Viel häufiger, als in der Öffentlichkeit wahrgenommen, spielen sich Szenen der Gewalt im sozialen Nahraum (Familie, Angehörige, Freunde) ab. Untersuchung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Stand Sommer 2004: Gewalt in Paarbeziehungen: Etwa jede 5. bis 7. Frau hat körperliche und sexuelle Übergriffe durch den Partner erlebt. Jede 2. bis 3. Frau erlebt körperliche Übergriffe in ihrem Erwachsenenleben. Jede 7. Frau sexuelle Gewalt durch bekannte/unbekannte Personen erlebt. Mindestens jede 4. Frau (25 %) im Alter von 16 bis 85, die in einer Partnerschaft gelebt hat, hat körperliche (23%) und zusätzl. sexuelle Gewalt (7%) ein- oder mehrmals erlebt. Bei 64 % der Betroffenen hatten die körperlichen Übergriffe Prellungen, Gesichtsverletzungen bis hin zu offenen Wunden und Knochenbrüchen zur Folge. Etwa ein Drittel der Frauen hat medizinische Hilfe in Anspruch genommen. 56 bis 80 % psychische Folgebeschwerden wie Depressionen, Selbstmordgedanken, erhöhte Ängste, Schlafstörungen, Selbstverletzung etc. haben.
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